Nachflugverbot am Frankfurter Flughafen muss bleiben
Nachflugverbot am Frankfurter Flughafen muss bleiben
Zur ersten fluglärmarmen Nacht durch die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Nichts fürchten die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport, die Lufthansa und die Hessische Landesregierung mehr, als einen mehrmonatigen Flughafenbetrieb mit Nachtflugverbot. Denn der zeigt: Alles Gerede, dass dies zum Zusammenbruch der Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens führt, waren reine Propaganda.
Im Übrigen gilt: Gewinneinbußen in Millionenhöhe sind ein sehr moderater Preis für den Schlaf und die Gesundheit von Hunderttausenden Menschen.“
Wenn die Hessische Landesregierung wirklich an einem Interessensausgleich zwischen Wirtschaft und den Menschen in der betroffenen Region interessiert sei, müsse sie glaubwürdig für ein Nachtflugverbot streiten, so Schaus. DIE LINKE fordere die Landesregierung auf, den Revisionsantrag vor dem Bundesverwaltungsgericht zurück ziehen.
Schaus: „Die lärmgeplagten Menschen in den Flughafenanrainergemeinden erwarten von Verkehrsminister Dieter Posch (FDP), dass das bestehende Nachtflugverbot nicht von der Politik torpediert und durch unzählige Ausnahmeregelungen ad absurdum geführt wird. Minister Posch muss endlich seinen Job machen oder die Konsequenz ziehen und offiziell zu Fraport wechseln.“

Linke-OF